Das Schloss

Schon vor dem Betreten des Schlosses, zeigt ein Blick auf das Äussere des Gebäudes die verschiedenen Etappen seiner Erbauung. In der Zusammenfassung der Geschichte dieses Hauses kann man sagen, dass es sich im Laufe der Jahrhunderte, von einem bescheidenen Herrenhaus aus dem XIV. Jahrhundert zu dem heutigen grösseren Schloss, entwickelt hat.

Bereits im XI. Jahrhundert gab es in dieser Region eine Festung mit dem Namen „La Barre“, aber man kann nicht sagen, ob diese sich an derselben Stelle befand. Im XIV. Jahrhundert war dieses kleine Herrenhaus eine Abhängigkeit vom Schloss „la Cour du Bois“, ebenfalls in Conflans-sur-Anille. Laut Pesche kommt der Name „La Barre“ daher, dass hier Mautgebühren bezahlt und Gerechtigkeit gesprochen wurde. Dieses Herrenhaus gehörte der Familie Bellanger, dannach der Familie Chouët und kam 1404 durch Heirat in die Familie Vanssay, die es noch heutzutage besitzt.

Im XVI. Jahrhundert wurden dem Treppenturm von Jean de Vanssay Verzierungen, im neuen Geschmack der Renaissance, hinzugefügt. In den unruhigen Zeiten der „Ligue“ und der Religionskriege, am Ende des XVI. Jahrhunderts, vergrößerte und befestigte sein Sohn, Marin de Vanssay, Schwager des Maréchal de Souvré, sein Nachbar im Schloss Courtanvaux, sein Herrenhaus « La Barre », das sich dann auch zu einem Schloss verwandelte.

Der Haupteingang zum Schloss erfolgte über den Bauernhof, der “ la Terrasse “ genannt wurde, und ein erster Kontrollpunkt vor dem nordwestlichen Verteidigungsturm darstellte. Von dort hatte man Zugang zu den unteren Hof, wo sich die heutigen Ställe befinden, und zum Schluss überquerte man eine Zugbrücke, die es erlaubte, den Innerhof des Schlosses zu betretten. Die Rechnung für diese Zugbrücke befindet sich noch im Familienarchiv von La Barre, aber anscheinend ist die Garantie abgelaufen : eine Schande !

Links der Zugbrücke befand sich eine Kapelle, im Süden eine Galerie und im Osten waren die Ställe, alle diese Gebäude hatten Blick auf die Trockengrabenmauern. Ein solches Verteidigungssystem aus dieser Zeit ist, soweit wir wissen, ziemlich selten in unserer Region, wo die meisten Herrenhäuser im Allgemeinen durch weniger aufwändige Erbauungen geschützt waren. Marin de Vanssay schloss sich dem König Henri IV an, der ihm 1602 die Erlaubnis gab, diese Befestigungen, mit ihren quadratischen Verteidigungstürmen und runden Türmen, zu errichten, von denen einer noch steht.

Im Laufe des XVII. Jahrhunderts wurde das Hauptgebäude um einen Flügel im klassischen Stil erweitert. Betrachtet man die westliche Dachlinie mit seinen Haken und Dekorationen im Renaissancestil, so sieht man, dass dieser neue Flügel eher auf denjenigen angeklebt wurde, und so dem Hauptgebäude hinzugefügt wurde, den die Dächer sind nicht ausgerichtet. Im Laufe des XIX. Jahrhunderts brachten schließlich verschiedene Restaurierungen und Ergänzungen das Schloss zu seinem heutigen Aussehen. In der Hälfte des Jahrhunderts wurde auf dem ehemaligen nordwestlichen Verteidigungsturm eine Kapelle errichtet, dann wurde im Osten des Schlosses ein Nebenbau für das Küchenpersonal renoviert und vergrössert. In der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts wurden dem Nordostflügel zwei kleine Türme hinzugefügt, zwei Fenster auf dem zweiten Stock des Ostflügels, und die bestehenden Fenster wurden vergrößert und durch „fenêtres à menaux“ ersetzt.

Schließlich wurde hinter dem Schloss im Osten ein interessantes Gebäude errichtet, das als Waschküche und Trockner diente.

Geschichte der Schloss

Geschichte der Schloss

Entdecken Sie die Geschichte des Château de la Barre. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Geschichte dieser Residenz im Laufe der Jahrhunderte gewachsen ist, von einem Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert über das Schloss de la Barre bis hin zu der Familie, die es seit 851 bis heute bewohnt.

Rezeptionenraüme

Betreten Sie das Schloss und reisen Sie durch die Empfangsräume in die Vergangenheit. Von Wohnzimmern zu Esszimmern, Zimmer für Zimmer, eine Geschichte, eine Architektur, eine Dekoration, es ist die Geschichte der Familie Vanssay im Laufe der Jahrhunderte durch eine reiche und vielfältige Möbel.

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